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Extraprima Bordeaux 2017 Subskription Verkostungsnotizen

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BORDEAUX

BORDEAUX 2017 SUBSKRIPTION BEI EXTRAPRIMA Verkostungsnotizen Thomas Boxberger St.-Estèphe 96 – 98 | CALON-SÉGUR | St.-Estèphe | Parker 92 – 94 | Suckling 91 – 94 | Auf Calon-Ségur gab es keinen Frost. 43,5 hl/ha konnten zwei Wochen vor dem Durchschnitt geerntet werden. Die Cabernets wachsen auf Lehm, daher hatten sie während der Trockenheit keinen Wassermangel. Sogar der Anteil der besten Pressweine konnte erhöht werden. Wenn sonst 20 % der besten Qualität überhaupt verwendet werden, konnten in 2017 sogar 38 % in die Assemblagen einfließen. Das sagt einiges über die Qualität der Gerbstoffe aus! Der Grand Vin besteht aus 76 % Cabernet Sauvignon, 13 % Merlot, 9 % Cabernet Franc und 2 % Petit Verdot. Er erreichte 13,2 % Alkohol und reift 20 Monate in 100 % neuen Fässern. Die Mazeration war mit 20 Tagen auf der Maische normal. Leuchtend dunkle, natürliche Farbe. Verschlossenes Duftbild, tief, massiv und verdichtet, mit feiner, roter Frucht. Sehr elegant und finessenreich auf der Zunge, kompakt, mit ganz fein ausgereiften Gerbstoffen. Schmelzig, cremig, mit viel Spiel und Zug, lang anhaltend und mit großer Spannung, in der sich die extraktreiche Rotbeerigkeit weit am Gaumen widerspiegelt. Langer Nachhall mit dezent konfierten Noten. 94 – 96 | CAPBERN | St.-Estèphe | Parker 85 – 87 | Suckling 91 – 92 | Capbern avancierte in den vergangenen Jahren zum zuverlässig besten Cru Bourgeois! In St.- Estèphe gab es keinen Frost. Der 2017er Capbern bekam etwas Cabernet Franc vom Schwestergut Calon-Ségur, somit brachte es die Assemblage auf 55 % Cabernet Sauvignon, 39 % Merlot, und je 3 % Cabernet Franc und Petit Verdot bei 13,3 % Alkohol und 60 % neuen Fässern. Dunkle, lockere Farbe. Fein, tief und finessenreich in der Nase, mit satter Frucht und eleganter Vielschichtigkeit. Drahtige, straffe Struktur im Mund, tiefgründige, vielschichtige Gerbstoffe, sehr engmaschig und komplex, mit rotbeeriger, klarer und kühl präziser Frucht. Geschliffen, mit extraktreichem Schmelz und viel Saft am Gaumen, extrem detailliert, konzentriert und lang. Das muss man haben. 97 – 99 | COS D’ESTOURNEL | St.-Estèphe | Parker 97 – 100 | Suckling 97 – 98 | Ausgerechnet der 2017er sollte im 25sten Jahr meiner Primeur-Verkostungen zum besten Cos d’Estournel werden, den ich je als Jungwein probiert hatte. Besitzer Michel Reybier und Weinmacher Dominique Arangoits haben zudem eine der besten Kollektionen des Jahrgangs präsentiert, denn auch der weiße Cos ist absolut überragend. 55 Jahre beträgt das Durchschnittsalter der Reben. Die Ernte erfolgte früh vom 12. bis 30. September mit einem Ertrag von 43 hl/ha, die Maischestandzeit war mit drei bis vier Wochen normal. Mit 66 % Cabernet Sauvignon, 32 % Merlot und je 1 % Petit Verdot und Cabernet Franc kamen 40 % der Produktion in die Assemblage für den Grand Vin. Ausgebaut wurde er in 60 % neuen Fässern und duftet ansatzlos im ersten Moment, als habe man einen Lafite-Rothschild im Glas. Tatsächlich handelt es sich dabei ja um das benachbarte Weingut. Allerdings hatte Cos selten zuvor eine derart distinguierte, aristokratische, dunkelbeerige Cabernetfrucht wie in diesem Jahr. Offensiver, nobler Cos, groß, tief und pur in der Nase, mit einer Tiefe und Ausdruckskraft wie ein 1 er Cru, Bleistift, Teer, Lakritz, ganz aristokratisch. Weit gefasst im Mund, ewig tief, mit großer Extraktion, ganz locker, sehr distinguiert und elegant. Grandiose, dreidimensionale, feinkörnige Gerbstoffstruktur, extrem finessenreich balanciert. Großer Charakter mit dunkelbeeriger, tiefgründiger Frucht, ausgezeichnetem Fluss und hervorragendem, extraktreichem Nachhall mit Graphit und Teer. Beim Abschied musste ich mich konzentrieren, damit ich nicht aus Versehen zu Michel Reybier »au revoire Monsieur Rothschild« sagte. 94 – 96 | MEYNEY | St.-Estèphe | Parker 86 – 88 | Suckling 92 – 93 | Nach 2015 und 2016 hat Meyney das dritte Jahr in Folge einen ganz hervorragenden, unglaublich authentischen und langlebigen Wein produziert. Dieses ausgezeichnete Cru Bourgeois kann in 2017 qualitativ locker mit hochwertigeren und teureren Grand Crus mithalten. Wer das jetzt nicht kauft wird sich später ärgern! In die Assemblage gelangten 58 % Cabernet Sauvignon, 31 % Merlot und 11 % Petit Verdot mit 35 % neuen Fässern. Enorm komplexe, dichte, tiefe und hochattraktive Nase mit dunkelbeeriger, fleischiger Fülle, Schokolade, Graphit, Teer, Lakritze, sowie reichlich Cassis vom Cabernet und Holunder vom Petit Verdot. Im Mund erzeugt der ausgezeichnete Meyney eine grandiose Spannung und Tiefe, mit viel Extrakt bei einer verblüffenden Lockerheit, hervorragender Länge und Fluss, sowie lang anhaltendem, saftigem Spiel. Dabei bleibt er immer ein klassischer St.-Estèphe mit großer Rasse und kühl anmutender Dichte. Er ist nicht zu breit oder zu stark extrahiert. Hier passt einfach alles perfekt zusammen. 95 – 97 | MONTROSE | St.-Estèphe | Parker 96 – 99 | Suckling 96 – 97 | Im frostfreien St.-Estèphe konnte Montrose 45 hl/ ha vom 12. bis 29. September ernten. Bei der Vinifikation wurde die Maischestandzeit verkürzt und sanfter extrahiert, sowie weniger stark gepresst. So konnten die hervorragenden Pressweine mit 12 % in den Grand Vin integriert werden, der wiederum nur 37 % der Gesamtproduktion ausmacht. 70 % Cabernet Sauvignon, 20 % Merlot, 3 % Cabernet Franc und 1 % Petit Verdot werden in 60 % neuen Fässern ausgebaut bei 13,1 % Alkohol. Dunkle, lockere Farbe, viskos. Dunkelbeerig und stimmig in der Nase mit viel Körper und Kraft, jedoch nicht so offensiv wie Cos d’Estournel. Dicht, fleischig und dunkelbeerig kompakt im Mund, mit sehr ausgewogenem, geschliffenem und vielschichtigem Körper. Satt und kompakt, mit leicht gereiften Fruchtaromen, etwas ankonfiert, mit schöner Würze und schmelziger Süße. Feinkörnige, aufgeweichte Gerbstoffe mit großer Fülle und Reichhaltigkeit, likörig konzentrierter Nachhall mit sehr guter Intensität. Deutlich weniger frisch als Cos und Calon-Ségur, besitzt der Montrose in diesem Jahr einen ganz eigenen Charakter. 92 – 94 | LES PAGODES DE COS | St.-Estèphe | Parker 90 – 92 | Suckling 92 – 93 | Der Les Pagodes de Cos repräsentiert 60 % der Produktion, geerntet wurde vom 12. bis 30. September mit einem Ertrag von 43 hl/ha. Die Assemblage besteht aus 56 % Cabernet Sauvignon, 42 % Merlot, 1 % Cabernet Franc und 1 % Petit Verdot mit 12,5 % Alkohol in 30 % neuen Fässern. Schwarze, dichte Farbe. Dunkelbeerig, dicht und mit ansprechender Stoffigkeit in der Nase. Sehr tief und elegant im Mund, mit sehr guter Würze und rassiger Struktur, klar und fein gewoben. Seine kühle, vielschichtige Frucht wirkt durch den geringen Alkohol sehr leicht und doch voll. Die Gerbstoffe sind fein und ausgewogen. Ein rundum toller Pagodes! 92 – 94 | PETIT BOCQ | St.-Estèphe | Kernig-klassischer St.-Estèphe, satt strukturiert und voll, ganz locker, tief und fein, mit ausgezeichneter Würze und Länge, puristisch und klar. Ein sehr lohnenswerter Cru Bourgeois. Pauillac 93 – 95 | BATAILLEY | Pauillac | Parker 91 – 93 | Suckling 92 – 93 | Batailley entwickelt sich vom solide gearbeiteten Pauillac zu einem weit überdurchschnittlichen Klassiker, immer ein guter Kauf! Geerntet wurde vom 19. bis 27. September mit 52 hl/ha Ertrag. 80 % Cabernet Sauvignon, 17 % Merlot und 3 % Petit Verdot kamen in die Assemblage mit 13,6 % Alkohol und 60 % neuem Holz. Dicht und straff, mit schöner, kompakter Frucht, viel Cabernet-Druck und feiner Petit Verdot-Note. Liköriger Nachhall, fruchtig, klassisch. Ein großartiger, dichter, männlicher Pauillac mit Fleisch und Grip, leicht raue Gerbstoffe, die den kernigen Charakter unterstützen. 93 – 95 | FONBADET | Pauillac | Parker 88 – 90 | Suckling 91 – 92 | Leider nur ein mal bei einem Négociant verkostet, das Muster war allerdings großartig. Schwarze Farbe. Likörig, massiv und üppig, mit rosinigem Touch, enorm kraftvoll im Geruch. Satt am Gaumen, mit viel Struktur, nicht so saftig und voll, wie es die Nase verspricht, enorm straff und distinguiert, mit leichter »Lafite-Nuance«, weit, komplex, erinnert er doch mehr und mehr an einen Duhart-Milon. Könnte einen Versuch wert sein. 94 – 96 | GRAND PUY LACOSTE | Pauillac | Suckling 92 – 93 | Grand Puy Lacoste wurde vom Frost verschont. Geerntet wurde vom 15. bis 29. September mit 45 hl/ha. Aus 60 % der Ernte wurde Grand Vin erzeugt mit einem Alkoholgehalt von 13,2 %. Er besteht aus 80 % Cabernet Sauvignon und 20 % Merlot und wurde in 75 % neuen Fässern ausgebaut. Dunkle Farbe. Dicht und saftig, süß und fruchtig, natürlich, locker und weit strukturiert im Duft. Ganz feiner, stimmiger Pauillac mit großer Rasse und Frische im Mund. Elegante Struktur mit feinwürzigen Gerbstoffen, großer Extraktfülle und unaufgeregter Finesse. Die feine Frucht ist sehr vielschichtig und stilvoll, changiert zwischen rotund dunkelbeerig, sein tiefgründiger Nachhall ist sehr mineralisch, sowie von großer Klarheit und Präzision. Trotz der leicht aufgerauten Tannine verspricht der Grand Puy Lacoste großes Spiel und Trinkigkeit in bereits 10-15 Jahren. 91 – 93 | LACOSTE-BORIE | Pauillac | Auf Grand Puy Lacoste gab es keinen Frost erläutert Xavier Borie, auch war es weder zu heiß noch zu trocken. Der Lacoste Borie repräsentiert 40 % der Produktion und besteht aus 65 % Cabernet Sauvignon, 26 % Merlot und 9 % Cabernet Franc, 50 % der Fässer wurden neu verwendet. Dunkle, Bewertungen in rot und alle Beschreibungen von Thomas Boxberger © 2018. Weitere Bewertungen: Suckling = James Suckling | Parker = Robert Parker Wine Advocate

Verkostungsnotizen Thomas Boxberger BORDEAUX 2017 SUBSKRIPTION BEI EXTRAPRIMA stoffige Farbe. Delikate Nase, leichte Reduktion, ganz feiner Duft. Dicht, frisch und fleischig im Mund, saftig und mit viel Stoff, sehr gute Rasse mit leicht grünlicher Spur und großem Rückgrat. Frisch und kernig, tief und straff, in weit gefasster Aromatik und mit Frucht erfüllter Nachhall, der immer nachsaftet. 95 – 97 | LAFITE-ROTHSCHILD | Pauillac | Parker 97 – 99 | Suckling 97 – 98 | Der ehemalige Direktor von Cos d’Estournel, Jean-Guillaume Prats, verstärkt die Führungsebene bei DBR, den Domaines Baron de Rothschild mit großer Erfahrung und Detailkenntnis. Der noch sehr schamhafte Lafite-Rothschild braucht offenbar mehr Zeit als die anderen Premier Crus. Frost war kein Thema, der Ertrag lag dennoch nur bei 38 hl/ha, gelesen wurde vom 11. bis 29. September. Daraus wurden 40 % der Ernte für den Grand Vin verwendet, der mit 12,6 % Alkohol wie immer sehr zurückhaltend blieb. In die Assemblage gelangten 96 % Cabernet Sauvignon, 3,5 % Merlot und 0,5 % Petit Verdot, vinifiziert wurde in Holzbottichen, Edelstahl und Zementtanks, beim Ausbau kommen 90 % neue Fässer zum Einsatz. Recht helle, rote, dichte Farbe. Verhaltenes, noch wenig entwickeltes Duftbild, jugendlich verschlossen. Dicht und fein der Auftakt im Mund, mit viel Schmelz und finessenreicher Struktur am Gaumen. Die fleischige, rotbeerige Frucht wurde mit viel Kraft und Körper in Szene gesetzt, die Gerbstoffe sind noch leicht stumpf. Gereifte Aromen, wenig Lafite-typische Cassispräsenz, mehr auf Süße-Säurespiel mit weicher Fruchtkomponente und kraftvoller Statur gebaut. Die aristokratische Distinktion kommt derzeit noch nicht voll zur Geltung. Abwarten und Cos trinken, denn der Nachbar schmeckt dieses Jahr wie ein kleiner Lafite … 95 – 97 | LYNCH-BAGES | Pauillac | Suckling 95 – 96 | Lynch-Bages hat in 2017 einen großen Wurf gelandet und muss sich im Duell der Spitzen-Pauillacs hinter den Premier Granden nur dem Pichon Baron – vielleicht – knapp geschlagen geben. Das wird später im direkten Vergleich spannend von der Flasche. Von den mittlerweile 100 Hektar kamen mit 13,06 % Alkohol 70 % Cabernet Sauvignon, 24 % Merlot, 4 % Cabernet Franc und 2 % Petit Verdot in 75 % neue Fässer. Schwarze, hochdichte Farbe, massiv, offen und dunkelbeerig im Duft, wirkt er ganz frisch und opulent, mit großem, teerig-likörigem Hintergrund und etwas Graphit im Obertonbereich. Tolle, dichte Struktur im Mund, männlich, groß strukturiert und urtypisch als Pauillac erkennbar. In der Jugend wirkte er derzeit noch etwas trocken, mit leicht hohlem Nachhall und nicht ganz so feinen Gerbstoffen wie Pichon Baron. Das wird in zehn Jahren ein spannendes Duell. 92 – 94 | LYNCH-MOUSSAS | Pauillac | Parker 89 – 91 | Suckling 92 – 93 | Lynch-Moussas hat in den vergangen Jahren deutlich an Qualität zugelegt. Er besteht aus 78 % Cabernet Sauvignon und 22 % Merlot und reift in 60 % neuen Fässern bei 13,8 % Alkohol. Dunkle Farbe. Dicht und sauber, viel Saft und Stil, likörige Fülle, satt und kompakt, viel Cabernet-Aromatik, ganz klar, geschliffen, reif und sauber. Ganz saftig und rund, besitzt der Lynch Moussas erstaunlich viel Stoff und Würze, mit sehr gutem Körper und fleischiger, fülliger Struktur. Leicht konfierte Aromen schwingen mit, dahinter viel Frische und satte, geschliffene Gerbstoffe mit Grip. 96 – 98 | MOUTON-ROTHSCHILD | Pauillac | Parker 97 – 99 | Suckling 97 – 98 | Auf Mouton-Rothschild wurde vom 7. bis 29. September geerntet mit einem Ertrag von 40 hl/ ha. Frost gab es nur in zwei von fünf Parzellen des Weißweins Aile d’Argent. Stolze 51 % der Ernte gelangten in den Grand Vin, der 13,1 % Alkohol erreichte und aus 90 % Cabernet Sauvignon, 9 % Merlot und 1 % Petit Verdot besteht. Gereift wird der Mouton in 100 % neuen Fässern. Dunkler Farbkern mit roten und violetten Reflexen. Weiche, satte Frucht mit dunkelbeeriger, massiver Fülle und gereiften Noten. Sehr gute angetönte Tiefe, saturiert und sehr differenziert am Gaumen, vielschichtige Gerbstoffe mit großer Würze und weicher, anschmiegsamer Säure. Extraktreicher, rotbeeriger Mouton mit dunkelbeerigen Cassisreflexen und feinen Nuancen von Teer, Graphit und Lakritze im langen Abgang. 95 – 97 | PICHON BARON | Pauillac | Parker 95 – 97 | Suckling 95 – 96 | Die Lese begann auf Pichon Baron am 13. September und dauerte drei Wochen. 79 % Cabernet Sauvignon und 21 % Merlot gelangten in den finalen Blend mit 80 % neuen Fässern und etwas mehr als 13 % Alkohol. Dunkle, dichte Farbe. Gereifte, satte, anziehend volumenreiche Aromen in der Nase mit viel Cabernet-Würze und offensiver Kraft. Kernig und kraftvoll auch der Auftakt im Mund, sehr frisch und männlich am Gaumen, mit viel Druck und feinkörnigen Gerbstoffen mit Fleisch und Fülle. Bei all seiner körperreich stoffigen Struktur wirkt er auch noch sehr elegant und übertrifft bei dieser jugendlichen Gegenüberstellung die feine Comtesse. Ein packender Pauillac mit beeindruckender Fülle. 94 – 96 | PICHON COMTESSE | Pauillac | Parker 94 – 96 | Suckling 95 – 96 | Die jungen Merlots wurden auf Pichon Comtesse am 7. September und die älteren Anlagen vom 15. September bis 1. Oktober mit 36 hl/ha geerntet. In die Assemblage des Grand Vin (50 % der Produktion) gelangten 70 % Cabernet Sauvignon, 23 % Merlot, 6 % Cabernet Franc und 1 % Petit Verdot bei 13,2 % Alkohol und 50-60 % neuen Fässern. Dunkle, dichte Farbe. Fleischig, dunkelbeerig und stark verdichtet in der Nase, mit sattem Cassisaroma und feinem Holz. Stoffig und druckvoll im Mund, sehr rassig und mit warmer Frucht, ganz schmelzig, dennoch frisch, vielschichtig und klar. Engmaschige, elegante Gerbstoffe, feine spannende Säure, tief gestaffelt und mit puristischer Klarheit, besitzt die Comtesse deutlich feminine Nuancen gegenüber der männliche Baron von gegenüber. Mit Saft und Charme zieht sich die Comtesse distinguiert und finessenreich aus der Affäre während der Baron weiter mit dichteren Gerbstoffen die Stirn bietet. Eine reizvolle Begegnung in zehn Jahren … 94 – 96 | PONTET-CANET | Pauillac | Parker 96 – 98 | Suckling 96 – 97 | Vom 18. September bis 4. Oktober wurde auf Pontet-Canet mit 34,5 hl/ha geerntet. Ein neuer Gärkeller mit amphorenförmigen Zementfässern wurde angebaut, in dem 30 % des 2017er vergoren wurde. Der Rest kam in normale, konische Zementtanks und Holzbottiche. In den Grand Vin gelangten 64 % Cabernet Sauvignon, 30 % Merlot, 4 % Cabernet Franc und etwa 2 % Petit Verdot bei 50 % neuen Barriques. Dunkle, massive Farbe. Süß, offensiv, sehr üppig und voll in der Nase, mir satter, massiver Reichhaltigkeit. Dicht stumpf und trocken wirken zu Anfang die Gerbstoffe im Mund. Kraftvoll entwickelt er nach hinten viel Druck und einen extraktgetriebenen Körper. Sehr rassige Struktur, vielschichtig und charaktervoll gerbstoffbetont. Viel Stoff, klare Frucht mit leicht konfierten Noten, noch nicht sehr stark entwickelter Nachhall. Das braucht Zeit. St.-Julien 93 – 95 | BRANAIRE DUCRU | St.-Julien | Parker 88 – 90 | Suckling 92 – 93 | Auf Branaire gab es 20 % Frost, die Ernte zog sich vom 13. September bis 4. Oktober mit 40 hl/ha Ertrag. 65 % Cabernet Sauvignon, 24 % Merlot, 6,5 % Petit Verdot und 4,5 % Cabernet Franc mit 13,2 % Alkohol. Dunkle, dichte Farbe. Viel Fleisch, Kraft und Fülle im Geruch, rassige Struktur im Mund mit leicht helltöniger Frucht im Mittelstück und leicht spitzer Säure. Feine Gerbstoffe mit schmelziger Extraktfülle gepuffert, rotbeerige Saftigkeit, eher etwas schlank gehalten und mit gutem Druck und Länge. Ein sehr guter, noch extrem jugendlicher Branaire mit ausgezeichneten Anlagen. 96 – 98 | DUCRU-BEAUCAILLOU | St.-Julien | Parker 95 – 97 + | Suckling 97 – 98 | Der Wachstumszyklus auf Ducru dauerte mit 110 Tagen ab der Blüte zehn Tage länger als es die goldene Regel besagt. Der Ducru-Beaucaillou 2017 besteht aus 90 % Cabernet Sauvignon und 10 % Merlot, brachte es auf 13,5 % Alkohol und reift in komplett neuen Fässern. Undurchdringliche, schwarze Farbe. Dicht und dunkel in der Nase, mit kompakten, beerigen Aromen und ausgezeichneter Tiefe. Süß, dicht und füllig im Mund, sehr fest und kernig, mit viel Stoff und weniger vordergründiger Süße als in den vergangenen Jahren. Vielmehr erinnert der 2017er an den klassischen Ducru-Stil mit sattem, kompaktem Mittelstück, großem Zug und ewig weit aufgespannter Struktur. Sehr frisch, elegant und perfekt balanciert. Ein Ducru, wie ich ihn liebe. 94 – 96 | LANGOA-BARTON | St.-Julien | Suckling 93 – 94 | Der Langoa konnte sich in diesem Jahr bereits sehr früh ausgezeichnet in Szene setzen, während Léoville-Barton noch deutlich weiter zurück in der Entwicklung verharrt. Geerntet wurde vom 15. bis 29. September mit etwa 13 % Alkohol. Der Grand Vin besteht aus 54 % Cabernet Sauvignon, 38 % Merlot, sowie 8 % Cabernet Franc und reifte in 60 % neuen Fässern. Dunkle Farbe. Massiv, offen und locker in der Nase, mit sehr präsenter, rotbeerig fülliger Frucht und liköriger Komponente. Sehr weit gefasst und schmelzig im Mund, mit großer Saftigkeit und Tiefe, sehr körperbetont, mit saftiger, sehr lebendiger Säure und feinkörnigen Gerbstoffen, die weit verteilt am Gaumen bleiben. Tief, lang, fleischig und hochanimierend, mit fester Struktur. Erinnert an den ausgezeichneten 2005er! 95 – 97 | LÉOVILLE-BARTON | St.-Julien | Parker 91 – 93 + | Suckling 94 – 95 | Der Léoville-Barton ist wie immer einer der lock- Bewertungen in rot und alle Beschreibungen von Thomas Boxberger © 2018. Weitere Bewertungen: Suckling = James Suckling | Parker = Robert Parker Wine Advocate

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