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Extraprima Bordeaux 2017 Subskription Verkostungsnotizen

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BORDEAUX

BORDEAUX 2017 SUBSKRIPTION BEI EXTRAPRIMA Verkostungsnotizen Thomas Boxberger ersten und natürlichsten Weine des Médoc. In diesem Jahr präsentierte er sich noch ein wenig zugeknöpft, doch die großen Anlagen sind komplett vorhanden. Geerntet wurde vom 15. -29. September, 93 % Cabernet Sauvignon und 7 % Merlot kamen mit 13 % Alkohol in 60 % neue Fässer. Dunkle, lebendige Farbe. Dunkelbeerig und fleischig, mit viel Saft und Fülle setzt er sich kompakt am Gaumen fest und besitzt enorme Rasse und Zug. Der ungewöhnlich hohe Cabernet-Anteil lässt ihn noch ein wenig verschlossener und jugendlicher erscheinen, man benötigt vermutlich auch auf der Flasche ein wenig mehr Geduld. Dichte, feste, lockere Gerbstoffe mit viel Kraft und Druck, feines Säurespiel mit delikater Vielschichtigkeit und großartiger, langer Nachhall mit viel Cabernet-Aromen. Für Barton-Liebhaber ist diese seltene Cabernet-Dominanz eine reizvolle Ausnahmeerscheinung. Kaufen! 96 – 98 | LÉOVILLE LAS CASES | St.-Julien | Parker 96 – 98 | Suckling 96-97 | Die Kernlage für den Léoville Las Cases liegt in einem ummauerten Clos unterhalb von Château Latour. Die Nähe zur Gironde verhinderte empfindliche Frostschäden. Geerntet wurde vom 15. September bis 4. Oktober mit 37 hl/ha. Der Grand Vin verfügt über 13,28 % Alkohol und besteht aus 79 % Cabernet Sauvignon, 11 % Cabernet Franc und 10 % Merlot, die in 90 % neuen Fässern reifen. Dunkle, natürlich viskose Farbe. Verschlossenes Duftbild mit dichter, voller Cassisfrucht, feine nussige Noten und große Distinktion in der Ausstrahlung. Hohe Intensität im Geruch mit ausgezeichneter Tiefe und von feinem Holz umwoben. Etwas aufgeweichte Fruchtaromen im Mund, immer noch frisch und pur, sehr tief und dicht am Gaumen, mit enorm feinkörnigen Gerbstoffen und großer Spannung. Ausgezeichneter, vielschichtiger Las Cases, der an den hervorragenden 2011er erinnert. 94 – 96 | LÉOVILLE POYFERRÉ | St.-Julien | Parker 93 – 95 | Suckling 95 – 96 | Auf Léoville-Poyferré wurde spät gelesen, zwischen dem 20. September und 6. Oktober mit satten 50 hl/ha. In der Assemblage finden sich 68 % Cabernet Sauvignon, 27 % Merlot, 2 % Petit Verdot und 3 % Cabernet Franc bei 13 % Alkohol wieder, die in 80 % neuen Fässern ausgebaut wurden. Schwarze Farbe. Satt, süß und schmelzig, mit viel Druck und Fleisch, sowie cremiger extraktreicher Struktur, lang und stimmig. Massiver Poyferré, der nach hinten etwas hohl und weniger aromatisch wirkt, was möglicherweise vom weniger ausdrucksstarken Merlot herrührt. Wir immer ist der Poyferré sehr auf Kraft und Intensität durch hohe Extraktion ausgelegt, was in einem Jahrgang wie 2017 eher etwas schwieriger sein kann. Dennoch sind die Gerbstoffe sehr ausgewogen, abgerundet und keineswegs aggressiv. 94 – 96 | TALBOT | St.-Julien | Parker 87 – 89 | Suckling 92 – 93 | Der sehr erfolgreiche Talbot besteht aus 68 % Cabernet Sauvignon, 26 % Merlot und 6 % Petit Verdot bei 50 % neuem Holz und 13,5 % Alkohol. Dunkle, dichte Farbe. Satt und offensiv in der Nase, sehr locker und konzentriert, mit viel Saft und Würze. Fruchtig, offensiv und mit großem Schmelz überwältigt der hervorragende Talbot im Mund. Lang, schwelgerisch, intensiv, komplex und vielschichtig, bringt er ein Gewicht auf die Waage wie schon lange nicht mehr. Sehr fein, mit finessenreichen Gerbstoffen und reichlich Energie. Margaux 94 – 96 | ALTER EGO | Margaux | Parker 90 – 92 | Suckling 92 – 93 | Der Alter Ego ist in 2017 ein absolut beeindruckender Wein. Er besteht aus 53 % Merlot, 41 % Cabernet Sauvignon und 6 % Petit Verdot, besitzt 13,1 % Alkohol und wird in 25-30 % neuen Fässern ausgebaut. Massive, dunkle Farbe. Saftige, offensive, frische Frucht im Geruch, rotbeerig, kühl und einladend. Fruchtbetront im Mund, mit sehr kühler, weit gefächerter Struktur, die noch leicht stumpf wirkt, likörig, reif und mehr auf präsente Saftigkeit gebaut als auf Tiefe und Komplexität. Dicht, körperreich, mit satter Merlotfrucht und weit gespannter Cabernet-Aromatik darum. Im Finale kommt der Petit Verdot mit kühler Dunkelbeerigkeit hervor und verleiht Reichhaltigkeit und Tiefe, die Mitte wirkt leicht hohl. Ganz hervorragender Alter Ego, der mit Kirwan, Brane-Cantenac, Rauzan-Seglà und Malescot-St.-Exupéry zu den besten Margaux’ hinter Palmer und Château Margaux zählt. 94 – 96 | BRANE-CANTENAC | Margaux | Suckling 92 – 93 | Auf Brane-Cantenac musste man 40 % Frostschäden hinnehmen, glücklicherweise nicht in den Lagen für den Grand Vin. 74 % Cabernet Sauvignon, 21 % Merlot, 4 % Cabernet Franc und 1 % Petit Verdot werden in 70 % neuen Fässern ausgebaut. Rassige Struktur mit viel Saft und Körper, sehr weit gespannt, noch leicht scharf und streng, was für Brane-Cantenac durchaus normal ist in diesem jugendlichen Stadium. Feine Gerbstoffe mit delikater Frucht und guter Länge, die durch die feine Säure und präzise Aromenführung zu einem vielschichtig schimmernden Spiel avanciert. Weit gefasst, finessenreich und anziehend, mit klassischer Margaux-Typizität und großartiger Terroir-Prägung. Ein hervorragender, langlebiger 2 e Grand Cru mit Stil und Klasse. 89 – 91 | LE COTEAU | Margaux | Dunkler Farbkern. Verhaltene, neutrale Nase. Gutes Kernaroma im Mund, mit viel Kraft und Fülle, sehr sauber, mit festen, straffen Gerbstoffen, lang, kompakt, satt und voll. 94 – 96 | KIRWAN | Margaux | Parker 90 – 92 | Suckling 89 – 90 | Seit dem Jahrgang 2015 wird Kirwan in einem neuen Keller vinifiziert und konnte die Qualitäten dramatisch steigern. Der 2017er ist daher wieder einer der empfehlenswertesten, preiswertesten Grand Cru des Médoc! Auch Kirwan musste 30 % Frostschäden hinnehmen. Der Grand Vin besteht aus 55 % Cabernet Sauvignon, 30 % Merlot, 10 % Cabernet Franc und 5 % Petit Verdot, ausgebaut in 52 % neuen Fässern. Dunkle, lebendige Farbe. Dicht und stimmig, mit viel Druck und Saft am Gaumen, satte Extraktion, süß und weit aufgespannt, mit hoher Intensität und schmelzigen Gerbstoffen, die große Würze in sich tragen. Tief, lang und finessenreich, mit eleganter Struktur, feiner Säure und außerordentlich saftigem Spiel und Länge. Hervorragend! 94 – 96 | MALESCOT ST.-EXUPÉRY | Margaux | Parker 91 – 93 | Suckling 95 – 96 | Auf Malescot hatte auch der Frost mit 30 % zugeschlagen. Die Lese erfolgte spät vom 20. September bis 9. Oktober. 58 % Cabernet Sauvignon und 42 % Merlot bilden die Assemblage bei 13,1 % Alkohol und 72 % neuem Holz. Dunkle, satte Farbe, viskos. Feine, distinguierte, tiefe Nase mit delikater, rotbeeriger, konzentrierter Frucht und feinen Blütenaromen, nicht zu üppig oder massiv, vielmehr anziehend und finessenreich. Satt und fruchtbetont im Mund, mit viel Stoff und Körper, saftige Struktur mit gutem Durchzug und Würze. Sehr feine Gerbstoffe, die gut mit der hohen Konzentration verbunden sind und die ausgezeichnete Margaux-Typizität unterstützen. Vollmundig, mit sehr guter Länge und viel Schmelz. 96 – 98 | MARGAUX | Margaux | Parker 96 – 98 | Suckling 97 – 98 | Das Château Margaux erlitt im April 10 % Frostschäden bei den roten Rebsorten und erreichte einen Ertrag von 35 hl/ha. Davon gelangten nur 37 % in den Grand Vin, der aus 89 % Cabernet Sauvignon, 8 % Merlot, 2 % Cabernet Franc und 1 % Petit Verdot besteht. Ausgezeichnete dunkle Farbe. Zurückhaltendes Duftbild mit feinem Holz, sehr dicht gestaffelte Fruchtkomponente, distinguiert und jugendlich reserviert. Weit gefasst im Mund, mit viel Kraft und noch rauen Gerbstoffen, sehr auf die Zungenmitte konzentriert, wirkt noch gedrungen und jugendlich verschlossen. Ein Rohdiamant, der noch auf den Schliff wartet. In seinem noch sehr unentwickelten Stadium wirkte der Grand Vin noch außerordentlich verschlossenen und stumpf. Die schlummernde Terroirprägung und die aufmerksame Pflege wird dem 2017er Château Margaux sicherlich noch zuträglich sein. 96 – 98 | PALMER | Margaux | Parker 96 – 98 | Suckling 97 – 98 | Auf dem biodynamisch geführten Château Palmer gingen 15 von 66 Hektar an den Frost verloren. Erfreulicherweise trugen die »überlebenden« Reben viel, sodass dennoch 38 hl/ha geerntet werden konnten. Die Lese ging vom 20. bis 29. September rasant von statten. Kurioserweise wurde der Petit Verdot vor dem Cabernet Franc reif, die Trauben der 2. Generation von frostgeschädigten Reben wurden nicht verarbeitet. Vom Grand Vin werden 11.000 Kisten produziert, vom Alter Ego 9.000. In der Assemblage finden sich 54 % Merlot, 42 % Cabernet Sauvignon und 4 % Petit Verdot. Palmer ist in diesem Jahr der eindeutige Nasen-Weltmeister. Seine burgundisch anmutende, reichhaltig berauschende Duftigkeit erinnert in ihrer Fülle an einen Richebourg und bekommt in dieser Ausprägung nur von Le Pin in Pomerol Konkurrenz. Schwarze, massive Farbe, betörend tiefe Merlot-Opulenz im Geruch mit liköriger Kopfnote und dunkelbeerigem Kernaroma, ganz klar und dicht, extrem frisch und explosiv aromatisch, Minze im Hintergrund. Dicht und weit gefasst im Mund mit grandioser, tiefer Struktur und großer Würze, vielschichtig, lang und frisch, dennoch etwas weniger wuchtig als 2016. Sehr reif und durchgängig, mit feinem Säurespiel und finessenreich feinkörnigen Gerbstoffen. Ewig lang, nicht ganz so weit verteilt am Gaumen wie ganz große Jahrgänge und doch ein Riesenwein in sich. Ein Fest am Gaumen. Bewertungen in rot und alle Beschreibungen von Thomas Boxberger © 2018. Weitere Bewertungen: Suckling = James Suckling | Parker = Robert Parker Wine Advocate

Verkostungsnotizen Thomas Boxberger BORDEAUX 2017 SUBSKRIPTION BEI EXTRAPRIMA 93 – 95 | PAVILLON ROUGE | Margaux | Parker 91 – 93 | Suckling 94 – 95 | Der Pavillon Rouge entspricht 22 % der Produktion von Château Margaux, 37 % gingen in den Grand Vin, der Rest wurde deklassiert. 76 % Cabernet Sauvignon, 17 % Merlot, 4 % Cabernet Franc und 3 % Petit Verdot erreichten 13,5 % Alkohol und kamen in 60 % neue Fässer. Dunkle Farbe. Verschlossene Nase, viel Druck und Körper im Mund, dicht am Gaumen, mit viel Stoff und feinen Gerbstoffen, gute Länge und große Finesse. Sehr klar, leicht grünliche Note darin, druckvoll, frisch und straff, leicht raue, dennoch feinkörnige Gerbstoffe. Ein distinguierter Pavillon Rouge, der mit weiterem Ausbau noch an Fleisch und Schmelz gewinnt. 94 – 96 | RAUZAN-SÉGLA | Margaux | Parker 94 – 96 | Suckling 94 – 95 | Auf Rauzan-Seglà kam der Frost gleich zweimal am 21. und 27. April. Geerntet wurde vom 12. September bis 2. Oktober mit einem Ertrag von 40 hl/ha. In der Assemblage finden sich 62 % Cabernet Sauvignon, 36 % Merlot und 2 % Petit Verdot mit 13,2 % Alkohol bei 60 % neuen Fässern. Dunkle, dichte, lila Farbe. Süß, konzentriert und dunkelbeerig in der Nase, offensiv, mit feinem Holz, frisch, voluminös und mit guter Tiefe. Weit gefasst, sehr stoffig und körperreich im Mund, bietet er eine elegante, feine Struktur mit dunkelbeeriger intensiver Frucht und ausgezeichneter Transparenz. Die fein dosierte Süße mit extraktreichem Nachhall lässt dennoch viel Margaux-Charakter zu. Graves und Péssac-Léognan – Rotweine 94 – 96 | HAUT-BAILLY | Péssac-Léognan rouge | Parker 94 – 96 | Suckling 94 – 95 | Haut-Bailly wurde zu 30 % von Frost heimgesucht. Die Trauben der 2. Generation wurden nicht verwendet, weil nichts gewachsen war. Geerntet wurde dann vom 13. bis 29. September mit 28-29 hl/ha. Der Grand Vin besteht aus 60 % Cabernet Sauvignon, 32 % Merlot, sowie je 4 % Cabernet Franc und Petit Verdot und wurde zur Hälfte in neuen Fässern ausgebaut. Dunkler Farbkern, wässriger Rand. Dunkelbeerige, likörige Kopfnote im Geruch, nicht ganz so intensives Kernaroma, angetönte Tiefe. Dicht und schmelzig zum Auftakt im Mund, dann kommt eine leicht raue Prägung durch, mit kühler und frischer Aromatik und rassiger Säure. Noch jugendliche, scharfkantig raue Gerbstoffe, braucht noch viel Zeit. Sehr vielschichtig, mit gutem Durchzug und kompaktem Körper, ganz auf Frische gebaut, sehr stimmig im Nachhall, mit großer Finesse und der typischen, in sich gewachsenen Harmonie von Haut-Bailly. 97 – 99 | HAUT-BRION | Péssac-Léognan rouge | Parker 95 – 97 | Suckling 95 – 96 | Frost war nicht das Gesprächsthema auf Haut- Brion, denn schon alleine aufgrund der Nähe zur Stadt, ist es hier bedeutend wärmer als um Léognan. Die Lese begann zehn Tage vor dem Durchschnitt am 31. August bis 29. September, nur 2003 und 2011 wurden noch früher mit der Ernte begonnen! 56 % Merlot, 40,7 % Cabernet Sauvignon und 6,3 % Cabernet Franc kamen in den großartigen Grand Vin. 9.900 Kisten entsprechen 45 % der Produktion von den 48 Hektar dieses berühmten Premier Cru. Der Rest kam in den ebenfalls sehr gelungenen Zweitwein Le Clarence (93 – 95). Mit etwa 14 % Alkohol fiel der 2017er vergleichsweise mittelgewichtig aus, denn Haut-Brion erreicht gerne mal um die 15 Grad ohne dabei auffällig zu werden. Dunkle, massive Farbe. Distinguierte, dunkelbeerige Nase mit kühler Frucht, schokoladigen Noten und Graphit. Dicht und straff im Mund, mit saftiger Tiefe und weit gefasstem, feinstem Gerbstoffgerüst. Die dunkelbeerige, likörig vollreife Frucht ist immer präsent mit feinem Tiefgang und großer Dichte. Sehr vollmundiges Mittelstück, lang und aristokratisch, setzt sich eine feine rote Beerigkeit mit dunklem aromatischem Hintergrund am Gaumen fest. Finessenreich und tiefsinnig, wird sich dieser elegante, große Haut-Brion hervorragend entwickeln, mittelgewichtig und mit großartigem Feinschliff. 94 – 96 | LA MISSION HAUT-BRION | Péssac- Léognan rouge | Parker 95 – 97 | Suckling 95 – 96 | Der Ertrag lag mit 49,6 hl/ha im Normalbereich bei La Mission, sodass aus den 25 Hektar etwa 6.700 Kisten gefüllt werden. 56 % Merlot, 4,4 % Cabernet Franc und 39,6 % Cabernet Sauvignon kamen in den Grand Vin, der 51 % der Produktion repräsentiert. Der Ausbau erfolgt in 70 bis 80 % neuen Fässern bei etwa 14 % Alkohol. Granatrot, etwas hellere Farbe. Verhaltene, warm anmutende Nase mit reifer, tiefer Frucht im Hintergrund. Voll und weit aufgespannt im Mund, mit weicher Struktur, sehr transparent und vielschichtig, mit leicht rauen Gerbstoffen. Sehr charmant und etwas weniger dicht im Kern, bringt der elegante La Mission seinen reizvollen, rotbeerigen Körper mit sehr guter Länge in Stellung. Während Haut-Brion schon deutlich ausdrucksstärker erscheint, muss sich der La Mission erst noch finden. Das Potenzial zur Steigerung hat er in jedem Fall. 93 – 95 | LATOUR-MARTILLAC | Péssac-Léognan rouge | Suckling 91 – 92 | Etwa 35 % Frostschäden gab es in den roten Anlagen auf Latour-Martillac. Geerntet wurde vom 12. bis 29. September mit 34 hl/ha. 63 % Cabernet Sauvignon, 5 % Petit und Verdot und 30 % Merlot reifen in 40 % neuen Fässern mit 13,75 % Alkohol. Schwarze, natürliche Farbe. Schokoladige, satte Nase, sehr kompakt und füllig. Stoffiger Auftakt im Mund, sehr klar, schokoladig kirschig und extraktreich, mit festen, rassigen Gerbstoffen. Enorm voll und kernig, mit guter, tiefgründiger Würze, ausgewogen und mit ausgezeichnetem Schmelz. 94 – 96 | PAPE-CLÉMENT | Péssac-Léognan rouge | Parker 92 – 94 | Suckling 91 – 94 | Auf dem frostgeschädigten Pape-Clément wurde vom 15. September bis zum 3. Oktober geerntet. 55 % Cabernet Sauvignon und 45 % Merlot kamen mit etwas mehr als 14 % Alkohol in den Grand Vin, der 78 % der Produktion darstellt. Massive Farbe, viskos. Satt, süß, tief und würzig in der Nase mit kühler, reifer Frucht und großem, fülligem Hintergrund. Dicht und stoffig im Mund, mit viel Druck, sehr frisch und klar, kraftvolle Gerbstoffe mit leicht rauer Prägung, mineralische, feste Struktur mit satter Frucht und viel Extraktrückhalt. Ganz frisch und fleischig, mit sehr guter Vielschichtigkeit und massiver Extraktion mit leichten Amarena-Noten, sehr lang. Um ganz groß zu sein müsste er noch etwas mehr Lockerheit besitzen, die in Péssac dieses Jahr nicht sehr leicht zu erreichen war. Pomerol 93 – 95 | BOURGNEUF | Pomerol | Parker 91 – 93 | Bourgneuf ist der direkte Nachbar von Trotanoy, die Qualitäten wurden in den vergangen Jahren deutlich gesteigert und das Profil geschärft. 90 % Merlot und 10 % Cabernet Franc werden auf neun Hektar kultiviert, der Ausbau erfolgt in 35 % neuen Fässern. Lebendige, dunkle Farbe. Dunkelbeerige, typische Bourgneuf-Frucht mit großer Saftigkeit im Geruch, voll, mit viel Spiel und Würze. Stoffig, saftig und reif auch im Mund, sehr stimmig, mit viel Fleisch und sattem Kernaroma, ganz frisch, knackig und außerordentlich lang. Die kühle Art des Jahrgangs steht dem Bourgneuf ganz besonders gut. Distinguierte Gerbstoffe mit feinem Schmelz und intensiver Süße. Puristisch, langlebig und in diesem Jahrgang eher etwas langsamer in der Entwicklung. 93 – 95 | LE CHEMIN | Pomerol | Suckling 85 – 86 | Der Le Chemin ist seit dem 2015er ein kleiner Geheimtipp in Pomerol. Knapp ein Hektar ist die Lage von Francois Despagne groß. Er wächst auf Kies und sandigem Lehm, ist mit 100 % Merlot bepflanzt und wird in 100 % neuen Fässern ausgebaut. Massive, dichte, viskose Farbe. Volumenreich und cremig, sehr voll, frisch und reif. Sehr gute Spannung, ganz klar und saftig, mit ausgezeichneter verdichteter Konzentration und leicht rohem, krokanten Nachhall, der ihn sehr jugendlich erscheinen lässt. Die geschmeidigen Gerbstoffe sind gut integriert, wieder ist der Le Chemin einer der erfolgreichsten, reinsortigen Merlots, obschon diese Rebsorte in den vergangenen Jahren leichte Artikulationsprobleme aufweist (siehe Jahrgangsbericht). 95 – 97 | LA CONSEILLANTE | Pomerol | Parker 95 – 97 | Suckling 94 – 95 | Auf Conseillante gab es 15 % Frost in den Cabernet Franc-Anlagen zu Cheval Blanc, der Ertrag kam auf 34 hl/ha. In der Assemblage finden sich 85 % Merlot und 15 % Cabernet Franc mit 13,5 % Alkohol in 70 % neuen Fässern. Dunkle, dichte Farbe. Satt, saftig und fruchtbetont im Duft, mit viel Stoff und großer Kraft. Dicht, satt und körperreich im Mund, noch etwas streng und stumpf, jedoch mit viel Saft und dichter, satter Struktur, sehr schmelzig im Fond. Tiefgründig, mit großer Spannung und ausgezeichnetem Rückaroma. Ein sehr guter La Conseillante mit sehr gutem Potenzial. 95 – 97 | CERTAN DE MAY | Pomerol | Parker 89 – 91 | Suckling 94 – 95 | Erwartungsgemäß stach der Certan de May mit 60 % Merlot, 30 % Cabernet Franc und 10 % Cabernet Sauvignon, die auf kieseligem Lehm wachsen, unter den Pomerols heraus. Dichte, natürliche Farbe. Duftig, fein, unglaublich cremig und likörig, mit fetter, stoffiger Frucht und ausgezeichneter Konzentration, zeigt er sich enorm feinkörnig in den ausgereiften Gerbstoffen, mit viel Saft und Eleganz. Enorm viel Druck und Schubkraft nach hinten, mit grandiosem Rückaroma und großer Tiefenstaffelung, sowie weite Verteilung der Aromen, süß und schwelgerisch. Einer der großen, eigenständigen Charakterweine! Und dennoch deutlich weniger bekannt als seine Nachbarn Vieux Château Certan, Hosanna, Pétrus und La Fleur Pétrus. Bewertungen in rot und alle Beschreibungen von Thomas Boxberger © 2018. Weitere Bewertungen: Suckling = James Suckling | Parker = Robert Parker Wine Advocate

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