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Extraprima Bordeaux 2017 Subskription Verkostungsnotizen

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BORDEAUX

BORDEAUX 2017 SUBSKRIPTION BEI EXTRAPRIMA Verkostungsnotizen Thomas Boxberger offensiv im Mund, sehr geradlinige Struktur mit viel Saft, sehr geschliffen und präzise, puristisch und fleischig, mit kühler Ausstrahlung. Sehr frisch und fest, in sich verwoben, sehr lang und charaktervoll. Trotz seiner Fülle besitzt er auch Transparenz in der rotbeerigen, kühlen Aromatik, mit leicht raueren Gerbstoffen als gewöhnlich und guter Länge. 95 – 97 | CROIX DE LABRIE | St.-Emilion | Parker 90 – 92 | Suckling 93 – 94 | Der Croix de Labrie ist einer der besten reinsortigen Merlots des Jahrgangs 2017. Auch hier gab es Frost, mit großem Pflegeaufwand wurden die verschonten Trauben zu maximaler Reife gebracht. Etwa 6.000 Flaschen wird es nur geben, ausgebaut wird er in Barriques und Tonneaux. Grandiose Tiefe, unglaubliche Transparenz und enorme Reife. Mit großartigem Purismus und berstender Intensität bringt er eine rotbeerige, reichhaltige Frucht hervor, die mit explosiver Frische und feinen blaubeerigen Reflexen versehen ist. Feinste Gerbstoffe und eine weit gefasste Struktur bleiben finessenreich, schmelzig, lang und schwelgerisch im Nachhall zurück. Ein wirklich einzigartiger St.-Emilion der große Trinkfreude bereitet und im Vergleich unglaublich preiswert erscheint. 95 – 97 | FIGÉAC | St.-Emilion | Parker 94 – 96 | Suckling 95 – 96 | Auf Figéac erwischte es meist Cabernet Franc in den tieferen Lagen, dabei wurden 50 % der Weinberge mit Frost befallen. Mit einer Drohne wurden die Schäden im Weinberg analysiert und anschließend 20.000 Stöcke markiert. Aus der 2. Generation wurden von jedem dieser Traubenhenkel einzelne Beeren zur Lese probiert, insgesamt 150.000 Stück. Vom 7. September bis zum 3. Oktober wurde geerntet mit 22 hl/ha Ertrag. Daher werden statt 100.000 Flaschen nur 50.000 produziert. In den Grand Vin gelangten 47 % Cabernet Sauvignon, 10 % Cabernet Franc und 33 % Merlot der ersten Generation, 10 % Merlot der 2. Generation, ausgebaut in 100 % neuen Fässern. Dichte, natürliche Farbe. Verhaltene, noch etwas hohle Nase mit feiner süßer Kopfnote und dunkelbeerigem Aroma. Satt, dicht und offensiv im Mund mit viel extraktreichem Schmelz und leicht strengen, stumpfen, jugendlichen Gerbstoffen. Straffe, etwas spitze Säure mit feiner kräuteriger Würze. Klassisch strenger Figéac mit etwas kargerer Struktur als die moderneren, üppigen Weine aus 2015 und 2016. Die Trauben der 2. Generation gaben Frische und Frucht, der Cabernet steuerte die dunkelbeerigen Aromen bei. Schöner Nachgeschmack mit guter Frische und feiner, rotbeeriger Frucht mit den typischen, leicht rustikalen Gerbstoffen wie früher. Ein Muss für Figéac- Fans. 91 – 93 | FOMBRAUGE | St.-Emilion | Parker 92 – 94 | Suckling 91 – 92 | Die 58 Hektar von Fombrauge sind mit 89 % Merlot, 8 % Cabernet Franc, 2 % Malbec und 1 % Cabernet Sauvignon bepflanzt. In den Grand Vin schafften es 93 % Merlot und 7 % Cabernet Franc. Bei vier Verkostungen konnte sich Fombrauge konstant behaupten. Dunkle Farbe. Offen, weit und locker präsentiert sich die Nase sehr vielschichtig. Dicht, süß, rund und schmelzig im Mund. Mit viel Saft und Fülle, sehr reif und mit viel Spiel, kraftvoll und lang mit likörigem, fülligem Nachhall. 94 – 96 | LA CLOTTE | St.-Emilion | Parker 89 – 91 | Suckling 93 – 94 | La Clotte gehört seit 2014 der Familie Vauthier von Ausone und konnte in 2017 erstmals sein Potenzial besser ausspielen, daher übertrifft dieser Jahrgang auch den 2015er und 2016er! In der Assemblage finden sich 85 % Merlot, 10 % Cabernet Sauvignon und 5 % Cabernet Franc, ausgebaut wird er in 100 % neuen Fässern. Dunkle, massive Farbe. Unglaublich dichte Nase, ganz massiv, konzentriert und vielschichtig. Grandioses Holz mit schokoladigen Graphit-Reflexen, sehr präzise und frisch. Viel Saft und Tiefe im Mund, ewig weit aufgespannt, lang und intensiv. Großer Terroirausdruck und Charakter, sehr frisch, druckvoll und von ausgezeichneter Tiefenstaffelung. Er trägt die Ausone-Handschrift in sich und ist verfügbar, das sollte man sich nicht entgehen lassen. 10.000 Flaschen Produktion 95 – 97 | LARCIS-DUCASSE | St.-Emilion | Parker 92 – 94 | Suckling 94 – 95 | Von den drei noblen Gewächsen aus St.-Emilion, die der Regie von Nicolas Thienpont unterstehen, sticht der Larcis-Ducasse in diesem Jahr heraus und lässt Beauséjour Duffau und Pavie-Macquin klar hinter sich. Grund sind die berstende Frische und große Präzision, die dem Larcis eine strahlende Erscheinung verleihen. Von den 11,15 Hektar sind 10,41 in Produktion und erlitten dank der hervorragenden Hanglage neben Pavie keinen Frost. Gelesen wurde vom 18. September bis zum 2. Oktober, was zu einem Ertrag von 34 hl/ha führte. Zu 92 % kam der Merlot mit 8 % Cabernet Franc in die Assemblage, gemeinsam erreichten sie 14 % Alkohol und wurden in 55 % neuen Fässern ausgebaut. 73 % der Produktion wird für den Grand Vin verwendet, das werden etwa 3.000 Kisten sein. Schwarze, dichte Farbe. Mit großer Tiefe und berstender Frische präsentiert der Larcis eine reife, sehr präzise Frucht im Geruch vor einem üppig-likörigem Hintergrund. Satt, feingliedrig, frisch und mit ganz großer Struktur erfüllt er den Mund, sehr engmaschig, enorm tief und aus einem Guss gehoben. Finessenreiche Gerbstoffe mit kristalliner Säure und schmelziger Fülle, sehr lang und immer frisch. Das wird großartig. 93 – 95 | MOULIN ST. GEORGES | St.-Emilion | Parker 87 – 89 | Suckling 89 – 90 | Auf den sieben Hektar des Moulin St.-Georges wurden 80 % Merlot am 26. und 20 % Cabernet Franc am 29. September gelesen und in 100 % neuen Fässern ausgebaut. Großartige, dunkelbeerige, tiefe und vielschichtig Art, mit schokoladigen Reflexen, feinstem Holz und Graphit. Viel Saft und Fülle, sehr viel Frucht dabei, ausgezeichnete Rasse und finessenreiche, kristalline Säure, sehr konzentriert, mit distinguierten, geschliffenen Gerbstoffen und feiner Süße im langen Nachhall. Wie immer ist das Schwestergut vom Ausone einer der besten Werte in St.-Emilion! 94 – 96 | PAVIE | St.-Emilion | Parker 97 – 99 | Suckling 96 – 97 | Auf Pavie wurde vom 25. September bis 3. Oktober gelesen mit 32 hl/ha. In den Grand Vin kamen 60 % Merlot mit 22 % Cabernet Franc und 18 % Cabernet Sauvignon mit 14,61 % Alkohol bei 80 % neuem Holz. Massive, viskose Farbe. Dichte, satte, massive Kopfnote im Geruch, dunkelbeerig, undurchdringlich tief und konzentriert. Satt, massiv und mit viel Struktur auf der Zunge, besitzt der Pavie weit verteilte feinkörnige Gerbstoffe, die intensiv austrocknen und die Zunge wie ein Korsett ummanteln. Metallische Säure, wenig Schmelz trotz eindringlicher Extraktsüße, stumpf, streng und trocken. Mit weiterem Ausbau besänftigt sich dieser wilde Pavie hoffentlich und wird etwas zahmer. 94 – 96 | PAVIE-MACQUIN | St.-Emilion | Parker 95 – 97 | Suckling 94 – 95 | Innerhalb der Hierarchie der Weine unter der Leitung von Nicolas Thienpont liegt der Pavie-Macquin 2017 gleichauf mit dem Beauséjour Duffau knapp hinter dem überragenden Larcis-Ducasse. Die hervorragende Plateaulage verhinderte Frostschäden. 80 % Merlot, 18 % Cabernet Franc und 2 % Cabernet Sauvignon kamen mit 55 % neuen Fässern in den Grand Vin, von dem etwa 4.800 Kisten erzeugt werden. Gelesen wurde spät vom 20. September bis 9. Oktober mit 34 hl/ha bei etwa 14 % Alkohol. Dichte, satte Farbe. Tief, likörig und fett in der Nase, reifer und deutlich ‚wärmer‘ als Larcis. Dicht, lang und schmelzig im Mund, leicht grobere, immer noch feine Gerbstoffe, likörig-breiter Körper, fett, leicht trockene Spur. Hier fehlt etwas Frische, sodass die Gerbstoffe diesen Wein später dominieren werden. Zum Steak wird das dennoch ideal sein! 93 – 95 | DE PRESSAC | St.-Emilion | Suckling 91 – 92 | De Pressac ist in den letzten Jahren zu einem der verlässlichsten Werte in St.-Emilion heran gewachsen. Geerntet wurde vom 14. September bis 4. Oktober. Die Assemblage besteht aus 74,5 % Merlot, 16 % Cabernet Franc, 7 % Cabernet Sauvignon, 1,5 % Carmenère und 1 % Malbec, der hier traditionell Noir de Pressac genannt wird. Schwarze, massive Farbe. Balsamische, süße Kopfnote im Duft, mit angetönter Tiefe, noch jugendlich verschlossen. Dicht, dunkel, saftig und fleischig im Mund, mit viel Stoff und Körper. Kerniger, frischer St.-Emilion mit dunkelbeeriger Fülle und stilvoller Rasse, die sicherlich auch vom Malbec herrührt. Vielschichtig und lang, mit großer Gerbstoffausbeute, tollem Biss und eigenwilligem Charakter. Kraftvoller Wein mit enormem Spiel und großer Präsenz. 95 – 97 | QUINTUS | St.-Emilion | Parker 93 – 95 | Suckling 93 – 94 | Quintus ist das beeindruckende St.-Emilion-Gut von Haut-Brion. Es sitzt auf der westlichen Zunge des Kalksteinplateau und besitzt eine einzigartige, teils terrassierte, zusammenhängende Hanglage in 270° von Nord bis Süd-Ost um das Château. Die Fortschritte der letzten Jahre sind gewaltig, der hervorragenden 2017er wurde ausschließlich auf Quintus gemeinsam mit den Jahrgängen 2014, 2015 und 2016 präsentiert. Hört, hört … eine neue Macht bahnt sich den Weg an die Spitze in St.-Emilion! Von Mal zu Mal steigert sich der 2016er Quintus bei der Nachverkostung und auch der 2017er steigt auf diesem Niveau ein, denn der hohe Cabernet-Anteil spielt ihm in die Karten. Frost gab es für den Grand Vin keinen, 30 hl/ha wurden vom 14. bis 29. September geerntet. Die 54,4 % Merlot und 45,6 % Cabernet Franc brachten es auf satte 14,45 % Alkohol und reifen in 30 % neuen Fässern. Leuchtende, dunkle Farbe. Feine, distinguierte Nase, sehr tief, poliert und anziehend nobel. Finessenreich und straff auf der Zunge, mit sehr eleganten, feinkörnigen Gerbstoffen, großer Tiefenstaffelung und aristokratischem Antlitz. Die ganz leicht hohle Mitte wird von reichhaltigem Extrakt und großem Schmelz aufge- Bewertungen in rot und alle Beschreibungen von Thomas Boxberger © 2018. Weitere Bewertungen: Suckling = James Suckling | Parker = Robert Parker Wine Advocate

Verkostungsnotizen Thomas Boxberger BORDEAUX 2017 SUBSKRIPTION BEI EXTRAPRIMA fangen. Dunkelbeerig und kühl, mit druckvoll geschliffener Struktur, muss der feine Quintus lediglich die kleine Delle im Mund verkraften und landet innerhalb der Appellation nach den beiden Spitzenreitern Bélair-Monange und Ausone knapp hinter den Verfolgern Cheval Blanc und Angélus. Das ist mehr als ein Achtungserfolg! 91 – 93 | SAINTAYME | St.-Emilion | Parker 87 – 89 | Bei Saintayme gab es ein wenig Frost. Er besteht aus reinem Merlot und wird in gebrauchten Barriques ausgebaut. Dicht und stoffig, mit viel Saft und rassigem Tiefgang. Satt im Mund, mit enormer Frucht und Würze, sehr ausdrucksstarkes Kernaroma mit frischen und leicht gereiften, sowie konfierten Nuancen. Hochreif und konzentriert, ausgewogene Gerbstoffe mit sehr guter Länge. Toller einfacher St.-Emilion für sehr adäquates Geld. 92 – 94 | LA SERRE | St.-Emilion | Parker 86 – 88 | Suckling 89 – 90 | Auf den sieben Hektar von La Serre sind 80 % Merlot und 20 % Cabernet Franc gepflanzt. Dunkle Farbe. Feine, offene, rotbeerig vielschichtige Frucht in der Nase. Üppig, vollmundig und mit rassigen Gerbstoffen ausgestattet, besitzt der La Serre einen sehr aromatischen Auftritt im Mund, mit schokoladiger Nussigkeit und karamelliger Süße. Tiefgründig strukturiert, lang und kompakt, zeigt sich sein hervorragendes Terroir in seinem weit gefassten Rahmen und der nachhaltigen, reichhaltigen Fülle. 95 – 97 | TERTRE-RÔTEBOEUF | St.-Emilion | Parker 96 – 98 | Nina Mitjavile leitet seit einigen Jahren in Zusammenarbeit mit ihrem Vater Francois das berühmte Tertre-Rôteboeuf in St.-Emilion und Roc de Cambes in Bourg. Die kalk- und lehmhaltigen Terroirs sind sehr ähnlich, die Erziehung, Vinifikation und Ausbau sind gleich. Sechs Hektar in Hanglagen und auf dem Plateau sind mit etwa 80 % Merlot und 20 % Cabernet Franc bestockt. Mit 14,2 % ist der Alkoholgehalt des 2017er Tertre für seine Verhältnisse eher moderat. Ganz feine, delikate Nase mit finessenreicher, überwältigender Frucht und großer Tiefe. Wie immer besteht die bombastische Aromatik aus frischen Fruchtakzenten die bis zu delikat kompottigen Aromen feinsinnig durchdekliniert wurden. Francois spricht hier gerne von »degenerierten« oder »denaturierten« Fruchtaromen. Für diese hochpräzise Ausdruckskraft ist der perfekte Lesezeitpunkt die alles entscheidende Frage. Nur so kann man diese differenzierte Abbildung der nuancierten Geschmacksnoten erzeugen. Im Mund ist er wie immer enorm kraftvoll, mit schwelgerischer Süße, feinem Holz und großer Spannung und Intensität. Sehr tief und rassig, mit schmelziger, gerbstoffreicher Struktur, viel Saft und salziger Mineralität. Sehr üppig, wenig Säure, viel Extrakt. Ein rauschender Wein mit gewaltigem Nachhall. 94 – 96 | TROTTE VIEILLE | St.-Emilion | Parker 90 – 92 | Suckling 94 – 95 | Das Herzstück des Trotte Vieille ist eine uralte über 150jährigen Parzelle Cabernet Franc. In die Assemblage kamen 56 % dieser Rebsorte, 43 % Merlot und 1 % Cabernet Sauvignon bei 34 hl/ha. Distinguierte und tiefe, sehr feine Nase mit viel Cabernet Franc-Würze und der entsprechenden, vielschichtigen Transparenz, Graphit, etwas Schokolade und Teer. Tiefgründig, elegant, ganz natürlich und unaufgeregt, denn die Vinifikation ist nach ganz klassischem Muster ohne ChiChi, zu viel neues Holz oder ähnliches. Feine, weite Struktur im Mund, leicht aufgeraute Gerbstoffe mit sehr schönem Charakter und Würze, fleischige Fülle am Gaumen mit liköriger Süße, feiner Säure und großer Distinktion. Das ist ein ausgezeichneter Charakterwein mit Stil und Klasse, wie er im Bordeaux-Bilderbuch steht. Satelliten: Bourg, Blaye, Canon-Fronsac, Castillon, Francs, Fronsac, Lalande de Pomerol, Lussac-St.-Emilion, Montagne- St.-Emilion, Premières Côtes de Bor deaux, Puisseguin-St.-Emilion, St.-Georges-St.-Emilion 92 – 94 | AURAGE | Castillon | Wieder ist Aurage gemeinsam mit Montlandrie der beste Wein aus Castillon in 2017. Grandiose, dichte, stoffige Art. Enorm voll und reichhaltig, ein wirklich überwältigender, beeindruckender Castillon. Nicht ganz so voll und schokoladig wie 2016, aber sehr gut und dadurch sogar ein wenig differenzierter am Gaumen, lang, rassig und traumhaft strukturiert. 92 – 94 | CLOS DE BOÜARD | Montagne-St.-Emilion | Parker 88 – 90 | Suckling 89 – 90 | Carolie de Boüard de Laforest, Tochter von Angélus-Besitzer Hubert de Boüard de Laforest, betreibt auf 30 Hektar das Château Clos de Boüard in Montagne-St.-Emilion. 2016 war der gelungene Debut-Jahrgang und 2017 ist wieder sehr erfolgreich, denn wieder ist es der beste Montagne-St.-Emilion. Dunkle, viskose Farbe. Satte, üppige Nase mit verschlossener Fruchtaromatik. Kraftvoll stimmig im Mund, sehr energiereich und dicht am Gaumen mit hoher Konzentration und massiven, runden Gerbstoffen, Graphit und Schokolade im tiefen Nachhall. 91 – 93 | MARSAU | Francs | Suckling 92 – 93 | Dunkle, dichte, lockere Farbe. Offene, lockere Nase, sehr sauber, mit etwas Grenache-Aroma. Dicht, schmelzig und ganz präzise im Mund, feine, gereifte Frucht mit frischen Akzenten, sehr tief und lang, feine, vielschichtige Gerbstoffe. Ein hervorragender Wein von der Côte de Francs. 92 – 94 | LA PRADE | Francs | Parker 90 – 92 + | Suckling 90 – 91 | Auf La Prade sind von sieben Hektar nur 4,5 nicht erfroren. 90 % Merlot und 10 % Cabernet Franc wurden vom 27. September bis 3. Oktober mit 35 hl/ha geerntet und reifen in 50 % neuen Fässern. Dunkle Farbe, reservierte Nase mit massiver Konzentration. Dicht, frisch und cremig im Mund, ganz feine Gerbstoffe mit gutem Schmelz und perfekter Verbindung zu Frucht, Säure und Struktur, viel Saft und gute Länge. Ein hervorragender La Prade. 93 – 95 | ROC DE CAMBES | Bourg | Parker 90 – 92 | Auf Roc de Cambes gab es keinen Frost. Die Böden ähneln sehr denen des Schwestergutes Tertre-Rôteboeuf in St.-Emilion. 80 % Merlot, 15 % Malbec und 5 % Cabernet Sauvignon werden jedes Jahr in 100 % neuen Fässern ausgebaut. Schwarze Farbe. Dichte, verschlossene Nase, etwas reservierter und zurückhaltender als sonst, mehr auf Distinktion und Rasse ausgelegt in 2017. Daher kommt die feine Terroirwürze mehr zum Vorschein. Rassige Gerbstoffe mit Klasse und Stil, sehr tief und lang, mit feinem Säurespiel. Er besitzt die gleiche Fruchtkomponente wie immer, nur etwas weniger reichhaltig und üppig, etwas kühler und differenzierter, mit viel Würze, immer noch voll und körperreich. So zeigt sich der Roc de Cambes in diesem Jahr weniger fleischig und massiv, eher ewig lang und drahtig. Ganz natürlich und wie üblich mit grandioser Intensität. 89 – 91 | REYNON | Cadillac | Parker 83 – 85 | Suckling 87 – 89 | Für den roten Reynon sind 20,5 Hektar mit 81 % Merlot, 6 % Cabernet Sauvignon und 13 % Petit Verdot bepflanzt. Dunkle Farbe, lila Reflexe. Dunkelbeeriger, fleischiger Ansatz im Duft, tief, frisch und lebendig. Dicht am Gaumen, mit viel Saft und Fleisch, schmelzige Struktur mit voller Frucht und sattem Kernaroma, kühl und beherrscht, mit sehr gutem Druck und Charakter. 89 – 91 | VEYRY | Castillon | Suckling 89 – 90 | Die vier Hektar von Veyry sind mit 95 % Merlot und 5 % Cabernet Franc bepflanzt. Dunkle, dichte Farbe. Dumpf und indifferent in der Nase, leicht oxidierte Aromen und spanische Süße. Viel Stoff im Mund, sehr gute Fülle, stimmig am Gaumen, teeartige Gerbstoffe, kirschige Extraktsüße, kraftvoll und kompakt. Leider nur ein Mal beim Grand Cercle verkostet. Das Muster scheint nicht optimal gewesen zu sein. Sehr gutes Potenzial. Bordeaux, Graves und Péssac-Léognan – Weißweine 94 – 96 | LA CLARTÉ | Péssac-Léognan blanc | Parker 90 – 92 | Suckling 93 – 94 | Der weiße Zweitwein La Clarté von La Mission und Haut-Brion ist in 2017 absolut überragend, wenn nicht der beste bislang. Normalerweise werden 1.000 Kisten produziert, in diesem Jahr sind es erfreuliche 1.700 Kisten geworden, von den beiden Grand Vins gibt es jeweils nur rund 500 Stück. Geerntet wurde vom 22. bis 31. August mit 30,6 % Sauvignon Blanc und 69,4 % Sémillon bei 14 % Alkohol, ausgebaut in 20 % neuen Fässern. Fruchtig, tief und finessenreich, mit delikater Citrus-Frucht, ganz fein in sich verdichtet und straff, mit finessenreicher Kräuterwürze. Feine exotische Frucht im Hintergrund mit beißender Säure und massivem Extrakt gepuffert, ewig lang. Dieser spannungsgeladene Weißwein ist selbst für deutsche Riesling-Winzer ein beeindruckendes Erlebnis! 94 – 96 | COS D’ESTOURNEL | Bordeaux blanc | Parker 90 – 92 | Suckling 96 – 97 | Der weiße Cos d’Estournel war einer der beeindruckendsten Weißweine des Jahrgangs. Seine Natürlichkeit, innere Spannung und packende Aromatik ließ einen nach der morgendlichen Probe bis zum Abendessen nicht mehr los und wurde zum Gesprächsthema. Stephan Attmann vom Weingut Von Winning wertete ihn noch deutlich höher als ich. Gespannt darf man sein, wie sich dieser große Wein von der Flasche präsentiert. Geerntet wurde er mit 26 hl/ha bei 12,9 % Alkohol aus 80 % Sauvignon Blanc und 20 % Sémillon, vergoren wurde er in 60 % neuen Fässern. Tief, saftig und frisch, unglaublich knackig, mit einer grandiosen saftigen Stoffigkeit und fleischiger Fülle mit exotischer Limettenfrucht. Ganz vielschichtig, po- Bewertungen in rot und alle Beschreibungen von Thomas Boxberger © 2018. Weitere Bewertungen: Suckling = James Suckling | Parker = Robert Parker Wine Advocate

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