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Extraprima Magazin Herbst 2020: Burgund, Venetien, Abruzzen, Roussillon

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Neuer White Port: Graham’s Blend No 5 Louis Latour: Diskretion und modern gelebte Tradition Henri Richard: Die Entdeckung in Gevrey Roccolo Grassi: Seltene Eleganz, Energie und Kraft Romano dal Forno: Am Limit des Machbaren Buccicatino: Die Magie des Montepulciano Coume del Mas: Sonne, Wind und salzige Luft

ROCCOLO GRASSI

ROCCOLO GRASSI Venetien 14 ¿ 2017 Soave ›Broia‹ Roccolo Grassi 16,76 €/Ltr. 12,57 € extraprima 93/100 Der La Broia hat mit einem normalen Soave nichts zu tun. Er wird aus reinem Garganega von vulkanischen Böden erzeugt und reift etwa ein Jahr zur Hälfte in großen Holzfässern und in Zementtanks auf der Feinhefe. Daher ist dieser Soave nicht vordergründig fruchtig oder simpel, sondern ungewöhnlich tief, vielschichtig und langlebig. Recht gehaltvoll steht der Broia 2017 im Glas mit viskoser Textur. Feinwürzig, steinig, rauchig und mit delikater Schießpulverreduktion duftet der Broia sehr anziehend und charaktervoll. Im anschmiegsam-fleischigen Duftarrangement zeigt sich etwas süßliche Frucht im Untergrund, zerquetschte Bananen und frische Kräuter vermengen sich mit einem Hauch Akazienhonig zu einem Konglomerat, das einen unweigerlich in den Bann zieht. Satter, rassiger Auftakt im Mund mit großer Transparenz und Tiefe, sehr cremig und füllig, auch hier mit Schießpulver und grandioser Spannung am Gaumen. Rauchige, kühle Noten, satter Extrakt ohne klebende Süße, kräuterwürzig-ätherische Nuancen und orientalische Gewürze formen sich zu einem Aromenspiel, das man so nicht kennt. Dabei bleibt der Broia Soave immer frisch und luftig, von weit tragender Struktur und ausgezeichneter Fülle projiziert er ein großes Volumen an den Gaumen. Weit, mit delikat eingesetzter Intensität und seidiger Frucht mit phenolischen Nuancen und unmerklich omnipräsenter Citrussäure schließt dieser groß angelegte Soave aus reinem Garganega ab, und beleuchtet im Nachhall lange sein kaum greifbares Aromenspektakel. Ein italienischer Weißwein, der eine unglaubliche Ernsthaftigkeit und Frische zeigt, die ihm sicherlich einige Jahre Reifepotenzial schenkt. Von seiner Fülle und Nachhaltigkeit tippt man vermutlich auf einen höheren Alkoholgehalt. Das schafft der Broia mit nur 12,5 %, erstaunlich. ¿ 2015 Valpolicella Superiore Roccolo Grassi 33,15 €/Ltr. 24,86 € extraprima 94/100 Jahr für Jahr produziert Marco Sartori einen der absolut besten Valpolicella Superiore und dennoch sind die Weine von Roccolo Grassi international weitgehend unbekannt. Er wird je zur Hälfte aus frisch vermaischtem Lesegut und zuvor über etwa ein Monat getrockneten Trauben erzeugt und nachher zu einer Assemblage komponiert. Durch die Trocknung (Apassimento) gewinnt er enorm an Tiefe und Intensität, wodurch er vielen einfachen Amarone anderer Erzeuger weit überlegen ist. Der 2015er besitzt eine zarte, transparente Farbe. Süßlich-duftig, leichtfüßig und mit liköriger Kopfnote ausgestattet, besitzt der 2015er Valpolicella eine delikate Frucht mit zart gereiften und konfierten Nuancen, ganz tiefgründig, mit orientalischen Gewürzen und feinwürzig schokoladigen Aspekten. Irgendwie erinnert er ein wenig an feingliedrige Grenaches aus Châteauneuf-du-Pape und dann kommt doch wieder seine Valpolicella-typische Üppigkeit hervor. Und doch, mancher Jahrgang des Marie Beurrier von Winzer-Legende Henri Bonneau aus Châteauneuf-du-Pape hatte ein ähnliches Aromenspiel von frischer Süße, kandierten Orangenschalen und degradierter Fruchtsüße die von Dörrobst und getrockneten Kräutern herrührt, sowie gemahlenem Pfeffer. Süß, generös, ganz feingliedrig und delikat scheint man vom 2015er Valpolicella auf einem Aromenteppich fortzufliegen, sobald er die Zunge erreicht. Schwebend, luftig und duftig, mit nur wenig Bodenhaftung, zieht er am inneren geistigen Auge vorbei und entschwindet. Auf der Zunge bleibt die feste mineralische Prägung, die seidig-trockenen, sehr engmaschigen und feinkörnigen Gerbstoffe, die dieser Fata Morgana von Rotwein den körperreichen Unterbau bieten. Eigentlich hatte ich den 2015er wesentlich üppiger und intensiver erwartet, dass er sich so vielschichtig, duftig und zart präsentiert, überrascht. Dennoch ist es einer der charaktervollsten Valpolicella, die ich je verkostet habe. Zudem bestätigt er, was man bei Blindproben oft entdeckt: Dass sich Valpolicella respektive Amarone und Châteauneuf-du-Pape aromatisch so nah sind. Und genau das zeigt auch wieder auf welchem Niveau eben dieser Valpolicella agiert. Er ist den meisten Amarone deutlich überlegen und einem Châteauneuf-du-Pape ebenbürtig. 2015 ist ein grandioser, außergewöhnlicher Jahrgang von Marco Sartori und seiner Schwester. Vielen Dank für diesen oenologischen Ausflug auf dem fliegenden Teppich, unvergesslich! 14,5 % Alkohol | Naturkork.

Venetien ROCCOLO GRASSI ¿ 2015 Amarone della Valpolicella Roccolo Grassi 83,83 €/Ltr. 62,87 € extraprima 97/100 Nach dem außergewöhnlichen Valpolicella 2015 von Roccolo Grassi steigerte sich die Spannung ins Unermessliche vor der Verkostung des Amarone aus demselben Jahr. 17 % Alkohol weist er auf dem, Etikett aus, was bei Marco Sartori nicht allzu ungewöhnlich ist. Die Farbe des Amarone allerdings ist so dunkel, dicht und viskos wie ich es erwartet hatte. Seine reichhaltige, cremig-süßliche, maximal-invasive, likörige Nase ist eine absolute Ausnahmeerscheinung. Nein, so reichhaltig und satt hatte ich den Amarone von Roccolo Grassi noch nie gesehen. Dabei spannt das Duftbild neben aller Fülle auch eine große Transparenz auf, wie in einem Freiluftkino im XXXXL-Format. Generös, kraftvoll und weit tragend zeigt er mehr Bodenhaftung als der entschwindende Valpolicella 2015, das Gewicht hält offenbar Sumo-Ringer-gleich am Boden. Dennoch bewegt sich der 2015er Amarone gelenkig und leichtfüßig im Mund, gar nicht schwer oder opulent, projiziert er einen breit angelegten Aromenteppich an den Gaumen, der nichts für zart besaitete Genießer ist. Denn die Wucht und Intensität mit der beißend mineralischen Struktur und rassigen Säure, fordernden Gerbstoffen und druckvoller Wucht im Nachhall, ist bestimmt für manchen bereits zu viel. Wer sich allerdings in einer brachialen Aromenwelle gerne mal mitreißen lässt und um die eigene Achse dreht bis er wieder festen Boden unter den Füßen spürt, ähnlich wie bei meterhoher Meeresgewalt am Strand von Südafrika, der fühlt sich hier an die Urgewalt der Natur erinnert und genießt entweder in stiller Demut oder schreit in freudiger Erregung laut auf. Cremig, füllig und viskos am Gaumen, feingliedrig und muskelbepackt zugleich, besitzt dieser Kraftsportler einen großartigen, eigenwilligen Charakter von überwältigender Überzeugungskraft. Unglaublich, was die Natur (Weinberg) und Menschenhand (Trocknung) in gemeinsamer Schaffenskraft erreichen kann. Viel mehr an Intensität, Fülle und Wucht geht nicht, ohne dass es schmerzhaft wird. Definitiv einer der besten Amarone, die es überhaupt gibt und im Vergleich zu manch anderen berühmten Erzeugern wie Dal Forno oder Quintarelli ist dieser unglaubliche Wein auch noch sehr preiswert. Schließlich sind die Trauben so stark eingetrocknet beim Apassimento, dass man aus der ursprünglichen Traubenmenge nahezu zwei Flaschen produzieren könnte. 17 % Alkohol | Naturkork 15 Alle Preise inkl. 16 % Mehrwertsteuer. Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbe dingungen laut unserer Preisliste bzw. wie in unserem Online-Shop ausgewiesen.

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